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Wallfahrtskirche und Kloster Ave Maria Deggingen / Deutschland

Wallfahrtskirche und Kloster Ave Maria Deggingen / Deutschland

Im oberen Filstal zwischen Geislingen/Steige und Wiesensteig im Täle liegt die Kirche Ave Maria. Seit langer Zeit ist diese wundeschöne Kirche ein beliebter Wallfahrtsort. Damals wie heute suchen viele Menschen diesen idyllischen Ort auf, um zu beten, oder auch um ein Kleinod des deutschen Spätbarocks zu betrachten und zu bewundern.
Die Wallfahrtskirche , nach den Anfangsworten des biblischen Grusses an Maria "Ave Maria" genannt, wurde in den Jahren 1716-1718 erbaut. Von mächtigen Linden, umgeben, fügt sie sich ein in den bewaldeten Berghang und wird zu einem Bild von seltenem Reiz. Ihr eigentlicher Reiz offenbart sich im Innern der Kirche: ihre harmonische Architektur birgt kunstvolle Gemälde und eine reiche Stuckornamentik. Das Prunkstück der Kirche ist sein Hochaltar. Gleich einer Monstranz, von jubelnden Engeln umgeben, birgt er in seiner Mitte das Gnadenbild. Die Degginger Stuckateure Ulrich Schweizer und sein Sohn Johann Jakob Schweizer schufen neben diesem Hochaltar auch die übrigen Stuckarbeiten.

Das Gnadenbild ist das Werk eines unbekannten Meisters aus dem 15. Jahrhundert. Diese spätgotische Madonna hält voll Anmut ihr Kind mit beiden Händen. Die goldenen Kronen weisen auf ihre herausragende Stellung hin. Maria ist die Mutter Gottes, dessen Sohn Sie in ihren Armen hält. Sie will auch unsere Mutter sein.

Die Freskogemälde sind das Werk von Josef Wannenmacher. Die Gottesmutterschaft Mariens ist ihr Thema. Die Bilder der Seitenaltäre und das Verkündigungsbild auf der rechten Seite stammen vom flämischen Künstler Martin van Valkenborch. Rudolf von Helfenstein brachte diese Bilder aus Rom mit und stiftete sie der Kirche.

Zweihundert Meter oberhalb der heutigen Barockkirche liegt in einem wasserreichen Quellgebiet eine Kapelle, genannt Alt-Ave. Sie ist gemauerter Zeuge einer seit dem frühen Mittelalter bestehenden Marien- wallfahrt . Um 1450 wird dieser Kapelle eine gotische Kirche angebaut, die in den Tagen der Reformation zerstört wurde. An Stelle dieser Kirche wurde die jetzige Wallfahrts Kirche errichtet.

1929 betraute der Bischof von Rottenburg die seelsorgliche Betreuung dieses Marienheiligtums den kapuzinern an. Die ersten Kapuziner waren Pater Kilian Müller und Bruder Meinrad Hermes. 1932 errichteten sie das Kloster.